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03.04.2018

Matcha Tee: Gesunder Grüntee in Pulverform

Matcha Tee hat eine starke antioxidative Wirkung

Diesmal geht es um Matcha, einen Grüntee in Pulverform aus Japan. Und zwar einen, der es in sich hat. Er gilt nicht nur als Jungbrunnen, er soll laut medizinischen Studien mit seinem hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen und zellschützendem antioxidativen Potenzial auch das Herz schützen und Krebserkrankungen und Alzheimer vorbeugen. Im Unterschied zu Grüntee wird das Pulver im Wasser aufgelöst. Zu den wertvollen Inhaltsstoffen zählen vor allem die Polyphenole wie EGCG und Beta Carotin, aber auch die Vitamine B1, B2 und B3, E, C und K sowie Mineralstoffe wie Calcium und Kalium. 

Wo kommt Matcha-Tee her?

Der Ursprung von Matcha liegt in China. Die immergrüne Teepflanze Camellia sinensis ist dort seit Jahrtausenden als Heilpflanze bekannt und als grüner Tee beliebt. Noch heute wird der Tee in China auf die alte, traditionelle Art zubereitet und getrunken. Erst das spezielle Verarbeiten der grünen Teeblätter führt zum Matcha-Tee. Nach Japan gelangte der grüne Tee erst im 12. Jahrhundert. Einem Zen-Meister ist es zu verdanken, dass heute in Japan Teepflanzen wachsen. Er importierte das Pulver, die Teepflanzen und das Wissen um Anbau und Pflege. In seinem Buch nannte er diesen Tee, ein lebensverlängerndes Elixier. Buddhistische Mönche fanden heraus, dass die Einnahme des Camellia sinensis Tees ihnen die Möglichkeit gab intensiver und länger zu meditieren. Im 16. Jahrhundert fand der Matcha-Tee Einlass in die bis heute hochgeschätzte Tee-Zeremonie, welche nach festen, traditionellen Regeln abläuft. Matcha-Tee gilt in Japan als erlesenes, wohlschmeckendes Getränk, welches die Gesundheit fördert und die Konzentration schärft. Nur ein geringer Teil der Matcha-Produktion findet ihren Weg nach Europa.

Was ist Matcha-Tee?

Zu einem Pulver zermahlene, frische, hochwertige, grüne Teeblätter der Teepflanze Camellia sinensis und ihrer Varianten. Es gibt ihn in verschiedenen Qualitäten und Mengen. Der hochwertigste Matcha-Tee kommt aus Japan. Durch den geringen Export nach Europa ist der hochwertigste Tee nicht ganz preiswert. Das sorgfältige und schonende Verarbeiten des Rohmaterials erhöht seine Qualität und konzentriert die Menge seiner Inhaltsstoffe. Seine, die Gesundheit fördernde Wirkung entfaltet er schon bei einer Menge von circa einem Gramm auf eine große Tasse mit heißem Wasser.

Welche Inhaltsstoffe enthält Matcha-Tee und wie wirken sie?

Matcha Tee enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe

Das Besondere des Matcha-Tees besteht in der Kombination und der Konzentration seiner Inhaltsstoffe. Zu ihnen gehören unter anderen:

Catechine:
Hierbei handelt es sich um die Bitterstoffe im grünen Tee, die im Matcha verstärkt auftreten. Sie gehören zur Gruppe der Flavonoide und zählen, wie die Gerbstoffe, zu den Polyphenolen. Ihre Aufgabe ist es, die Teepflanze vor Schädlingen und Krankheitserregern zu schützen. Das getrocknete Blatt besteht zu circa 40 % aus Catechinen. Sie wirken auf den Stoffwechsel und gelten als Fänger für freie Radikale. 

Eine besondere Bedeutung erlangte das Catechine Epigallocatechingallat, auch EGCG genannt. Dokumentiert ist seine Wirkung speziell bei der Krebsvorsorge. Der Gehalt an EGCG ist beim Matcha-Tee besonders hoch, da er im Halbschatten gedeiht und dieser Umstand das Ausbilden von natürlichem EGCG fördert. Matcha-Tee enthält 137-mal so viel EGCG wie herkömmlicher Grüntee. EGCG schützt 100-Mal stärker vor freien Radikalen als Vitamin C und 25-mal stärker als Vitamin E.

Wer abnehmen möchte, den unterstützt nicht allein das EGCG im Matcha-Tee, sondern das Zusammenspiel von Catechinen und Koffein. Hier kommt die spezielle Kombination mehrerer Komponenten zum Tragen, welche auf den gesamten Stoffwechsel wirken und durch Thermogenese (Wärmebildung durch Stoffwechselaktivität) den Grundumsatz steigern. Dieses Steigern lässt überschüssige Fette schmelzen. Selbst im Ruhezustand ist der Stoffwechsel erhöht und das Bilden von Wärme fordert weiterhin Energie. Der Körper muss diese frei setzen, wodurch er Fette und Nährwerte schneller verbrennt. Die im Tee enthaltenen Bitterstoffe ändern nach und nach das Geschmacksempfinden und es richtet sich neu aus. Das Zentrum zum Belohnen, im Gehirn, stellt sich nach und nach um und das Verlangen nach süßen Speisen verringert sich. Ein Umstellen der Ernährung fällt leichter und dauerhaft abnehmen findet sozusagen nebenbei statt.

Der Cholesterinhaushalt wird durch den Einsatz von Catechinen reguliert und das Bilden von Gefäß-Belägen (Gefäß-Plaque), Gefäßverkalkungen oder -verengungen gehemmt. Krankheiten, für die Gefäß-Plaque verantwortlich ist, wie Arteriosklerose und andere, lassen sich auf diese Weise verhindern.

Als starke Antioxidantien schützen sie vor Schäden durch UV-Strahlung. Sie hemmen das Altern der Haut und verbessern den Zellschutz. So hat Matcha einen der höchsten ORAC-Werte (Oxygen Radical Absorbance Capacity). Der ORAC-Wert gibt die antioxidative Kapazität eines Stoffes oder Lebensmittels an. Mit einem enormen Wert von rund 1380 TE/g hat Matcha ein deutlich größeres antioxidatives Potenzial als die meisten anderen Pflanzenstoffe. 

Des Weiteren helfen Catechine bei Magen-Darm-Infekten, wobei sie die natürliche Darmflora nicht beeinträchtigen. Bei Erkältungen ist der Matcha-Tee ebenfalls gut geeignet.

Calcium:
Calcium ist ein wichtiger Bestandteil in Knochen, Zähnen und Zellen. Es wirkt sich stabilisierend und anregend auf den Körper aus. Es regt das Heilen der Knochen an und hilft den Zellen sich zu erneuern. Calcium bindet im Darm Fettsäuren und hilft vorbeugend gegen Dickdarmkrebs. Es reguliert den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System.

Eisen:
Dieses lebensnotwendige Spurenelement transportiert Sauerstoff in den roten Blutkörperchen und ist zum Gewinnen von Energie und zum Herstellen vieler wichtiger Stoffe im Körper unabdingbar. Speziell an allem, das mit Sauerstoff zu tun hat, ist Eisen beteiligt.

Essenzielle Aminosäuren:
Sie sind wichtige Bausteine der Proteine und für das Stoffwechselsystem verantwortlich. Speziell der Aufbau und das Stärken des Körpergewebes liegen in ihrem Aufgabenbereich. Der Körper kann essenzielle Aminosäuren nicht selbst herstellen und muss sie über die Ernährung zugeführt bekommen.


Kalium:
Sein Hauptaufgabenbereich liegt im Inneren der Körperzellen und bezieht sich auf das Regulieren des Wasserhaushaltes. Es reguliert den Blutdruck und ist ein wichtiger Bestandteil der Verdauungssäfte zur Energieproduktion im Magen-Darm-Trakt.

Proteine:
In ihrer Eigenschaft als Energielieferant stabilisieren und stärken sie das Immunsystem.

Tannin (Polyphenol):
Matcha-Tee und auch Grüntee sind nicht fermentiert. Die Flavonole und das Tannin haben sich auf diesem Grund nicht vom Teein getrennt, was die Gerbstoffe mildert und ihre Wirkweise verzögert. Auf diesem Wege desinfizieren und beruhigen sie einen gereizten Magen-Darm-Trakt, ohne die Darmflora zu reizen oder anderweitig zu beeinträchtigen.

Teein:
Das Koffein des Tees. Dieser Wachmacher im Tee bringt das Herz-, Kreislaufsystem auf Trab und erhöht die Fähigkeit zur Konzentration. Es regt an und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus.

Theanin: Diese seltene Aminosäure findet sich im Matcha-Tee hoch konzentriert. Sie erhöht die Reaktions- und Aufnahmefähigkeit, wirkt ähnlich dem Teein als Wachmacher, zugleich entspannt sie, was zu einer aufgehellten Stimmung führt.

Vitamine:
Grüntee und Matcha-Tee enthalten in kleinen Mengen Vitamin B1, B2, Karotin und Vitamin C. Matcha-Tee und Grüntee helfen eine ausreichende Versorgung aufrechtzuerhalten.

Zubereitung und Geschmack

Matcha wird mit einem speziellen Matcha Besen zubereitet

Matcha-Tee sind pulverisierte Grünteeblätter, was die Zubereitung erleichtert und seine Wirkstoffe konzentriert. Circa 1 Gramm Matcha-Tee reicht für eine große Teetasse oder eine spezielle Matcha-Schale aus. Dazu etwa 80 Milliliter und circa 80° heißes Wasser auf den Tee in der Tasse oder Schale geben, gut umrühren fertig. Sein Geschmack ist nicht so herb wie grüner Tee, er wirkt leicht cremig und doch aromatisch. Je nach Qualität kann er bis hin zu leicht fruchtigem oder mildem Geschmack führen.

Kapseln, die Alternative zum Matcha-Tee

Matcha gibt es auch in Kapselform

Wer Tee nicht mag, viel unterwegs ist oder selten Zeit für eine ruhige Tasse Tee besitzt, für den gibt es Kapseln mit Matcha. Die Matcha-Kapseln sind natürlich gluten- und laktosefrei erhältlich, wodurch Matcha-Kapseln auch für Allergiker geeignet sind. Beziehen kann man die Kapseln hier.



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2 Kommentare

Peter U.

28.11.2018

Expedition

Wann gibt es wieder eine spannende Expeditionsreise?


Peter U.

28.11.2018

Expedition

Wann gibt es wieder eine spannende Expeditionsreise?


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