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08.09.2013

Auf den Kaffeeplantagen von Boquete, Panama

Dr. Oldhaver inspiziert Kaffeebohnen in Panama

In diesem Blog-Beitrag möchte ich mich dem Lieblingsgetränk vieler Deutscher widmen: dem Kaffee. Ist er nun gesund oder schadet er der Gesundheit? Lange Zeit galt erhöhter Kaffeegenuss ja als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Zudem wurde gern behauptet, Kaffee entziehe dem Körper Wasser und daher gelte der Konsum von Kaffee nicht als Flüssigkeitszufuhr. Mittlerweile gibt es viele Studien, die diese Vorurteile gegenüber Kaffee in das Reich der Märchen verweisen.

Die reifen Kaffeekirschen

So hat das Deutsche Institut für Ernährungsforschung zum Beispiel herausgefunden, dass Kaffeetrinker häufiger rauchen. Daher geht man davon aus, dass bei vielen bisherigen Studien eher das Rauchen für ein erhöhtes Risiko verantwortlich war, als das Kaffeetrinken. Und da Kaffee zu rund 98 Prozent aus Wasser besteht, wird es auch wie jedes andere Getränk zur Flüssigkeitsbilanz dazugezählt. Auch für die These, dass regelmäßiger Kaffeekonsum bei gesunden Menschen mit einem höheren Risiko für Bluthochdruck zusammen hängt, gibt es keinen Beleg. In der so genannten EPIC-Deutschland-Studie wurden mehr als 42.000 gesunde Erwachsene zu ihrem Kaffeekonsum befragt. Anschließend wurde über rund neun Jahre das Auftreten von chronischen Erkrankungen erfasst. Ergebnis: Kaffeekonsum hängt nicht mit dem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs zusammen. Eine andere Meta-Studie aus den USA hat fünf Studien zum Thema Kaffee und Herzerkrankungen zwischen 2001 und 2011 analysiert. Danach kann ein moderater Kaffeekonsum von vier Tassen Kaffee am Tag (0,4 bis 0,6 Liter) das Risiko von Herzversagen sogar um elf Prozent reduzieren. Das im Kaffee enthaltene Koffein erweitert zudem die Blutgefäße. Selbst  zehn Tassen Kaffee am Tag würden das Risiko von Herzerkrankungen nicht beeinflussen.

Boquete, Zentrum des Kaffeeanbaus in Panama

Auch in Bezug auf Diabetes Typ 2 konnte in mehreren Studien eine schützende Wirkung von Kaffee festgestellt werden. Kein Wunder - schwarzer Kaffee, ohne Milch und Zucker, ist ein sehr kalorienarmes Getränk. Wer Kaffee anstelle von kalorien- und zuckerreichen Getränken wie Softdrinks und Saft trinkt, verringert die Gesamtenergieaufnahme und vermeidet damit langfristig Übergewicht. Zudem hat sich gezeigt, dass sich die in großen Mengen im Kaffee enthaltene Chlorogensäure positiv auf den Insulin- und Zuckerstoffwechsel auswirkt.

In Sachen Haarausfall galt Kaffee ja schon seit längerem als vielversprechendes Mittel. Eine Studie der Universität Jena hat nun gezeigt, dass das in Kaffee enthaltene Koffein helfen kann: Als Energielieferant neutralisiert es das Testosteron und regt gleichzeitig die Haarwurzel an. Dadurch wird vor allem bei Männern das Haarwachstum gefördert und der Ausfall der Haare verringert. Auf Koffein basierendes Haarwasser hilft also tatsächlich.

Panamas Kaffee gilt als einer der Besten der Welt

Ein Punkt, der mir ganz besonders wichtig ist, ist die antioxidative Kapazität des Kaffees aufgrund des sekundären Pflanzenstoffs Chlorogensäure, einem Polyphenol. Sie unterstützt dabei, freie Radikale im Körper unschädlich zu machen und wirkt sich schützend auf unterschiedliche Organe aus, z.B. den Dickdarm und die Leber, und kann auf diese Weise Krebserkrankungen dieser Organe vorbeugen. Kaffee regt auch die Verdauung an und enthält Vitamin B2, Vitamin B5, Vitamin B6 und vor allem Vitamin B3.

Aufgrund der entwässernden Wirkung habe ich hochwertigen Grünen Kaffeeextrakt in mein Präparat CellulitEX eingebaut.  Dieses Jahr war ich in Panama, um mich von der Qualität der Kaffeebohnen zu überzeugen, die in CellulitEX verarbeitet werden. Als Lieferanten bevorzuge ich kleine Kaffeeplantagen, in denen der Kaffee auf biologische Weise angebaut wird. Vor allem in dem kleinen zentralamerikanischen Land gibt es zahlreiche kleine Kaffee-Produzenten. Zwar ist der Kaffee aus Panama noch recht unbekannt, im zentralen Hochland des Landes gedeiht jedoch ein fantastischer tropischer Spitzenkaffee. Mittlerweile gilt Kaffee aus Panama weltweit als Gourmet-Kaffee.

Grüner Kaffee zum abnehmen!

Eine neuere Erkenntnis ist, dass der Extrakt aus ungerösteten Kaffeebohnen dabei hilft abzunehmen! Studien aus den USA haben hier verblüffende Ergebnisse bei Übergewichtigen gezeigt. Hintergrund für die gewichtsreduzierende Wirkung der grünen der Kaffeebohnen ist die Chlorogensäure, denn sie reduziert die Aufnahme von Zucker ins Blut. Dadurch wird weniger Glukose als Fett in die Zellen eingelagert. Außerdem vermindert die Chlorogensäure das Hungergefühl und senkt zusammen mit 18 Aminosäuren den Bluttfettspiegel, also die Triglyceride und das Cholesterin. Da die Chlorogensäure beim Rösten des Kaffees größtenteils abgebaut wird, muss für die Gewichtsreduktion der Extrakt aus grünen, ungerösteten Bohnen verwendet werden. Diesen nehme ich natürlich auch für meine "Grüner Kaffee Kapseln" und die "Slim Formula Top 20".

Die frisch geernteten Kaffeekirschen
Kaffeebohnen liegen zum Trocken aus

In der Gegend rund um den malerischen Bergort Boquete werden vor allem Hochland-Arabicas angebaut, die sich durch Vollmundigkeit und ein feinmildes Aroma auszeichnen. Ihre zarte, süßliche Struktur besticht durch florale bis fruchtige Aromen. Ganz wichtig: Dieser Kaffee aus Panama ist  sehr säurearm und damit auch besonders magenfreundlich. Um eine gute Qualität zu erreichen, muss die Ernte per Hand erfolgen. Nach dem Pflücken werden die Kaffeekirschen gereinigt und von ihrer roten Schale befreit. In einem Wasserbad werden sie dann 24 Stunden eingeweicht, damit sich das Fruchtfleisch vom Bohnenkern löst. Die besten Bohnen sind die schwersten und sinken damit zu Boden. Diese werden dann rund vier Stunden bei einer Temperatur von 60-70°C in einer Trommel gedreht, damit sich die Hornschale und die Silberhaut leichter entfernen lassen. Der letzte Schritt ist dann schließlich die Röstung, durch die sich das tolle Aroma des Kaffees entwickeln kann.

Dr. Oldhaver überzeugt sich von der Qualität des Verarbeitungsprozesses

Nachdem ich mich von der hervorragenden Qualität der Bohnen und der Verarbeitungsprozesse überzeugt hatte, fuhr ich hinunter ins Tal, um in dem unter Kaffeeliebhabern bekannten Café Ruiz den absoluten Geheimtipp aus den Höhenlagen Panamas zu kosten: Geisha Kaffee – den teuersten Kaffee der Welt. Die Geschmacksnerven werden bei diesem vollmundig weichen Kaffee von zarten Jasmin- Bergamotte- und Zitrus-Aromen umspielt. Sie verleihen diesem Kaffee einen außergewöhnlichen Charakter. Geisha Kaffee ist wirklich etwas ganz Besonderes und Einzigartiges - ein Muss für alle Kaffeeliebhaber. Dieser Kaffee ist so unvergleichbar zu allen bisher gekannten Kaffeesorten, dass ich der amerikanische Autorin Michaele Weissman Recht geben muss, die in ihrem Buch über den Geschmack des Geisha-Kaffees schrieb: „Es ist, als hätte ich “God in a Cup” gesehen!“



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1 Kommentare

Julian

24.09.2013

Danke

Danke für den ausführlichen Beitrag und die guten Bilder. Ich hatte leider noch nicht die Chance Geisha Kaffee zu kosten, aber ich habe schon so viel davon gehört und habe es mir jetzt als Ziel gesetzt es spätestens im nächsten Jahr zu schaffen ;)

http://leo-espresso.de

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