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Ansicht von São Tomé

Der zweite Abschnitt meiner Reise durch Zentralafrika führte mich in den Inselstaat  „São Tomé & Principe“. Die Inseln liegen rund 250 km von der afrikanischen Westküste entfernt und gehörten bis zum Ende des Kalten Krieges zur Einflusssphäre der Sowjetunion. Daher hat sich kaum touristische Infrastruktur entwickelt, der kleine Staat lebte relativ abgeschottet vor sich hin und wurde fast vergessen. Das hat für mich den Vorteil, dass viele der alten Heiltraditionen erhalten geblieben sind. Zudem wachsen auf dem Archipel viele endemische Pflanzen, solche also, die man nur auf São Tomé finden kann. Darüber werde ich berichten, wenn ich den Medizinalgarten von Bom Sucesso besuche.


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Steinfrüchte wachsen am Stamm

Um einen Waldelefanten (Loxodonta africana cyclotis) zu sehen, braucht man etwas Glück. Die Tiere sind nämlich sehr scheu und leben eher zurückgezogen im Halbdunkel des Urwaldes. Im Vergleich zu seinen Artgenossen in der Savanne ist der Waldelefant mit 2,50 Meter Schulterhöhe kleiner und hat auch kleinere, aber dafür härtere Stoßzähne. Während der Steppenelefant vor allem Gras futtert, bevorzugen Waldelefanten Blätter, Rinde und eben Früchte. Er gilt als wahrer „Feinschmecker“, denn er sucht sich aus der großen Vielfalt der Regenwaldpflanzen seine ganz speziellen Lieblingsspeisen aus. Diese enthalten besonders viel Eiweiß, Fett und Kalzium.


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Dschungelhospital von Lambaréné

In diesem Beitrag möchte ich kurz einige Eindrücke von meinem Besuch in der gabunesischen Stadt Lambaréné schildern, in welcher der spätere Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer sein Dschungelhospital errichtet hat. Lambaréné heist in der Sprache der Volksgruppe der Galoa so viel wie „Wir wollen es versuchen“. Und genau das wollte auch Albert Schweitzer, nämlich mit den einfachsten Mitteln Menschen helfen. Das Urwaldspital in Lambaréné ist auch heute noch aktiv. Es nimmt alle Menschen unabhängig von ihrer politischen oder religiösen Überzeugung auf. Nach Auskunft der Spitalleitung führt das Urwaldspital heute pro Jahr rund 40.000 Sprechstunden, 2.000 Operationen, 600 Geburten und 80.000 Labortests durch. Hinzu kommen 4.000 Behandlungen in der Zahnklinik. Insgesamt betreut Lambarene 5.000 Patienten pro Jahr stationär, darunter auch psychisch Kranke. Es kümmert sich besonders um die sozial Schwächsten und die Älteren sowie im "Village lumier" um die Leprakranken. Bei der Forschung widmet man sich in Lambare insbesondere der Tropenmedizin, hier v.a. der Malariaforschung.

 
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